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Rezensionen

Gleich zwei intensiv ethische, sensible und zwischenmenschliche Themen durchziehen die Handlung des Buchs, sorgen für Gänsehautfeeling und auch Nachdenklichkeit. Komplex ist das Fachgebiet der In-Vitro-Fertilisation mit Eizellen- und/ oder Samenspende und hilft vielen Ehepaaren, die sonst kinderlos blieben – in meinen Augen eine feine Sache. Doch in der Handlung führt die Autorin die Leser durch einen dramatischen Handlungsstrang, der sich mit einer unmoralischen, irrigen, menschlich dunklen Seite der In-Vitro-Fertilisation befasst. Diese verwerfliche Seite verkörpert eine fachliche Kapazität — ein Arzt— der sich gewissenlos als ›Schöpfer perfekter Kinder‹ sieht. Da spielt ein Mensch Gott und fühlt sich noch gut dabei. Er…
›An Dir verstummt‹ ist ein fiktiver, atmosphärisch dichter, sehr spannender und mutiger Roman. Beklemmend und erschreckend real wirkt auf mich die politische und gesellschaftliche innere Zustandsbeschreibung eines fiktiven Landes, welches mich stark an Nordkorea erinnert. Dieser Personenkult, die Lebensmittelknappheit, die vorherrschende Armut und die Menschenrechtssituation – einfach grausam und unmenschlich. Ein stark belastendes Schlüsselerlebnis, die konfliktträchtige, dramatische, manchmal knallharte und sehr lebendige Handlung, in Kombination mit exzellenten, ausdrucksstarken Protagonisten und Antagonisten, ergibt ein ziemlich aufwühlendes Kopfkino par excellence! Doch es wäre kein richtiger Furisto-Roman, wenn die Liebe in der Handlung fehlen würde – grade die ist es, die zu überraschenden…
Ein wunderbares Buch, dieses Erstlingswerk der Autorin. Es vereint Kluges, Lehrreiches und Nachdenkliches, ist interessant, sehr ehrlich, lebendig, empathisch und amüsant geschrieben. Der westafrikanische Binnenstaat Mali ist mir ein Stück nahe gerückt. Ich habe einiges über dessen Geschichte und viel über die Sitten, Gebräuche und des sozialen Zusammenlebens einiger Ethnien der ländlichen Regionen und Vorstädte erfahren. Das Buch ist eine kleine Brücke des Verstehens verschiedener Kulturen, Religionen und Gesellschaftsarten. Es wirbt auf sehr sympathische Art für mehr Toleranz, Weltoffenheit, für ein friedliches, integrierendes Miteinander und auch für eine Aneignung einer interkulturellen Kompetenz. Einige Episoden der Handlung brachten mich zum Lachen,…
Die Autorin streift in ihrem Buch ein Stück Weltgeschichte. Die Handlung berührt den transatlantischen Sklavenhandel genauso, wie die Kolonisierung und die Gründung von Handelsniederlassungen an den Küsten der Meere – hier die Insel Barbados, dessen Kolonialmacht England in der Zeit um 1788, wirtschaftlich in den Zuckerrohrhandel einstieg. Barbados war um diese Zeit eine der größten Zuckerproduzenten der Welt. Der Reichtum derer, die davon profitierten fußte auf den Rücken der Sklaven, die die Felder bearbeiteten und die Ernte einbrachten. Im Buch geht es dann insbesondere um die Rechte der Frauen. Die waren zu dieser Zeit rechtlos, auch die der gehobenen Schicht.…
Rien ne va plus – nichts geht mehr, im wahrsten Sinne des Wortes – globaler Stromausfall. Etwas hat das Licht ausgeknipst – und nicht nur das – jeglicher zivilisierter Komfort ist nicht mehr nutzbar – kein fließend Wasser mehr, der öffentliche Nah -und Fernverkehr kommt zum Erliegen und Ihr Auto funktioniert auch nicht, genauso wenig wie Ihre Kreditkarte und Ihr Handy. Sämtliche Internetverbindungen sind gekappt und auch TV und Radio senden weder Ton noch Bild. Sie sind von der Außenwelt abgeschnitten – haben keinerlei Informationen, was überhaupt los ist. Sie erleben einen Zustand der Gesetzlosigkeit – Plünderungen – Beschaffungskriminalität –…
Mit dem Buch ›Schmetterlingsschwestern‹ präsentiert die Autorin der Leserschaft ein interessantes, durchweg spannendes und lebendiges Debüt. Ein Kreta-Krimi mit immens psychologischer Dichte – erstaunlich realen Lebenswegen, individuellen zwischenmenschlichen Beziehungsmustern und fesselnden Charakteren. Eine bemerkenswerte aktiv gestaltete Handlung führt uns rasant durch das Buch. Da sind unter anderem der jähzornige Kontrollfreak, der immer wieder ausrastet und seine Frau, die sich ihm völlig unterordnet, bis sie eines Tages aufwacht und aus ihrer Opferrolle aussteigt, dann dieser Womanizer, ein gefährlicher Psychopath, noch dazu ein Maskenträger mit falscher Identität und diabolisch anziehender Ausstrahlung, auf den die Frauen nur so fliegen, der natürlich auch nichts…
Ein Klassiker fürs Wartezimmer – kurzweilig, amüsant und humorvoll, gespickt mit einer guten Portion Ernsthaftigkeit, die nachdenklich macht und zur Selbsterkenntnis führt. Martine Lestrat zwischen ihrer Heimat Frankreich und ihrer Wahlheimat Deutschland, in welcher sie nun schon länger lebt, als in Frankreich – ankommen und heimisch werden. Gar nicht so einfach, in unserem Land und das liegt nicht nur allein an der Sprache. Es sind auch die unterschiedlichen Gewohnheiten, Kulturen, Sichtweisen und auch das zwischenmenschliche Miteinander des Verstehens – Barrieren im Kopf. Oft urteilt man über eine Nation und das meist nicht durch eigenes Erleben, sondern vom Hörensagen her, und…
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