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Rezensionen

Der Roman ist ein richtiger Knaller, ein Gassenhauer der literarischen Unterhaltung. Er beschreibt den ganz normalen alltäglichen Wahnsinn unseres Lebens. Ein echter Hilde Willles Roman eben – authentisch, gewürzt mit feinsinniger Ironie, Wortwitz, einer entwaffneten Offenheit und manchmal einer saloppen Sprachführung. Es ist ein Feuerwerk der Emotionen unterschiedlichster Situationen und Gefühle.Vier Frauen und jede davon mit ihrem individuellen Lebensrucksack ausgestattet. Vier beste Freundinnen, die zusammenstehen, wenn mal wieder das Chaos ausbricht und die Karten des Lebens neu gemischt werden. Sie helfen und unterstützen sich gegenseitig, reden nächtelang, lachen und weinen gemeinsam und teilen ihre Erlebnisse und Geheimnisse miteinander. Unverzagt und…
Ein kleines Büchlein – aber was für eines – Mari März stellt den verpflichtenden moralischen Aspekt ›Gegen das Vergessen‹ in den Vordergrund und erinnert an die bisher dunkelste grausame Geschichte unseres Landes. Einfühlsam und empathisch nutzt sie dazu eine fiktive Geschichte und verknüpft sie gekonnt mit den Verbrechen Hitlerdeutschlands. Worum geht es? Es geht um das Anderssein – wenn Menschen nicht dem Raster der Werte und Normen entsprechen, die die Gesellschaft festgelegt hat. Mari März macht insbesondere darauf aufmerksam, dass in der Nazizeit Homosexualität aufgrund des Unzuchtparagraphen strafbar war, viele der Betroffenen in Umerziehungslager kamen und oft grausam zu Tode…
Eine bemerkenswerte und atypische Autobiografie eines Weltenbürgers wider Willen – Georg. M. Pfeiffer – ein jüdischer Wanderschauspieler – der den Regeln Hitlers trotzte und den Davidstern nie trug. Einer der schon in jungen Jahren wusste, was Verantwortung ist, der in den schwierigsten Situationen immer einen Ausweg fand, um sich und seine Familie zu schützen und für sie zu sorgen – ein ziemlich kluger, kühler Kopf und Lebenskünstler. Sein Talent und sein Einfallsreichtum waren enorm. Georg M. Pfeiffers Idee einer Wanderbühne, die er in die Tat umsetzte, rettete seiner Familie und ihm während der Nazizeit das Leben. Fast nie waren sie…
Ein Gegenwartsroman, fast würde ich sagen, ein moderner Heimatroman, der durch die Beschreibung eines idyllisch gelegenen Gestüts, Bilder im Kopf der Leserschaft malt. Er erzählt von zerstörten Träumen, Zukunftsängsten, verlorenen Leben, Hoffnung, Liebe, zerbrochenen Freundschaften, von überholten Wertvorstellungen, einem kleinen Wunder und einem Neubeginn. Die Story hat genau den richtigen Mix aus Spannung, Drama und Entspannung, gefällt mir sehr gut. Die Protagonisten und auch der Antagonist sind charakterlich sehr gut ausgearbeitet und sorgen für ein turbulentes zwischenmenschliches Miteinander. Ich habe viel Wissenswertes über die Hippotherapie – ein therapeutischer Umgang und auch Reiten für Kinder und Erwachsene mit Handicap erfahren. Interessant,…
Das Buch ist ein emotionaler Hammer – ein aufwühlendes Seelen-Tagebuch. Aber nicht nur dass, es ist auch ein mutiges Buch der Autorin – eine bewusste schonungslose Öffentlichmachung ihrer Vergangenheit und ihrer Kämpfe, um ihr eigenes Ich. Sie zeigt der Leserschaft nicht nur ihre Wunden und Narben in ihrer Seele, sondern offenbart auch, dass sie durch das jahrelange erduldete und erlittene Martyrium auch körperliche Schäden davongetragen hat. Sogenannte Pflegeeltern zerbrachen ihre Kinderseele und haben das kleine Mädchen auf Wertlosigkeit programmiert/konditioniert, sie lebte lange Jahre fremdbestimmt. Aus den nachfolgenden unmenschlichen und kinderfeindlichen Sätzen, die sie fast täglich zu hören bekam: »Dich hat…
Diesmal überraschte mich der Autor mit einem beeindruckenden Rezensionsexemplar, welches vier Kurzgeschichten beinhaltet, die unter die Haut gehen, fast düster, wenn da am Ende nicht jedes Mal ein Ausweg und eine beginnende positive Lösung aufgezeigt wird. Die Geschichten beschreiben aus den Blickwinkeln junger Erwachsene unterschiedlicher sozialer Herkunft, dass Innere unserer Gesellschaft. Erfahrungswerte im zwischenmenschlichen Miteinander – Erfolgsdruck, der kaum auszuhalten ist und junge Menschen manchmal zu Hilfsmitteln/Rauschmitteln greifen, um das überhaupt auszuhalten, um weiter mithalten zu können, nach dem vorherrschendem Motto: ›Immer schneller, immer höher immer weiter, immer besser zu sein, als die anderen.‹ Das Buch erzählt von unserer Ellenbogengesellschaft,…
Gleich zwei intensiv ethische, sensible und zwischenmenschliche Themen durchziehen die Handlung des Buchs, sorgen für Gänsehautfeeling und auch Nachdenklichkeit. Komplex ist das Fachgebiet der In-Vitro-Fertilisation mit Eizellen- und/ oder Samenspende und hilft vielen Ehepaaren, die sonst kinderlos blieben – in meinen Augen eine feine Sache. Doch in der Handlung führt die Autorin die Leser durch einen dramatischen Handlungsstrang, der sich mit einer unmoralischen, irrigen, menschlich dunklen Seite der In-Vitro-Fertilisation befasst. Diese verwerfliche Seite verkörpert eine fachliche Kapazität — ein Arzt— der sich gewissenlos als ›Schöpfer perfekter Kinder‹ sieht. Da spielt ein Mensch Gott und fühlt sich noch gut dabei. Er…
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