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Mischa - Liebe ist universell - Valerie le Fiery & Frank Böhm Empfehlung

In ihrem Roman „Mischa – Liebe ist universell“ nimmt uns das Autorenduo Valerie le Fiery und Frank Böhm mit in ein kleines bayerisches Dorf, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Es wirkt ein wenig wie damals bei meinen Großeltern – geprägt von Tradition, Arbeit und unausgesprochenen Erwartungen.

Der zwanzigjährige Mischa steht vor einer Zukunft, die andere längst für ihn geplant haben: Nach alter Tradition soll er den elterlichen Bauernhof übernehmen. Doch hinter dieser Fassade aus Pflicht und Gewohnheit brodelt ein innerer Konflikt.

Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der den Mut aufbringt, aus einem vorgezeichneten Leben auszubrechen, um Antworten auf die Fragen nach seiner eigenen Identität und seiner Liebe zu finden.

Schon nach wenigen Seiten stellte sich dieses leise, eindringliche Gefühl ein, Mischa nicht nur zu begleiten, sondern ihn zu kennen. Seine Gedanken tasten sich vorsichtig durch Zweifel und Sehnsucht, seine Unsicherheit legt sich wie ein feiner Schatten über jede Entscheidung. Zwischen Pflicht und innerem Verlangen gefangen, wirkt sein Ringen so wahrhaftig, dass es sich beim Lesen beinahe wie ein eigenes Erinnern anfühlt. Dabei wird auch ein Generationenkonflikt spürbar, der sich durch viele leise, aber gewichtige Momente zieht.

Die Enge des Dorfes liegt schwer auf seiner Seele – sie zeigt sich in Blicken, in unausgesprochenen Erwartungen und im Schweigen der Familie. Und doch durchzieht alles eine stille, fast zerbrechliche Sehnsucht: nach Freiheit, nach Liebe, nach einem Leben, das nicht länger verborgen bleiben muss. 

Besonders berührend ist die behutsame, fast zärtliche Annäherung an das Thema Selbstfindung. Mischa kämpft nicht laut, sondern in sich hinein – gegen Zweifel, gegen Angst, gegen das Bild, das andere von ihm haben. Gerade diese leisen inneren Bewegungen, dieses fragile Schwanken zwischen Hoffnung und Verlorenheit, verleihen der Geschichte eine Tiefe, die lange nachklingt.

Der Bauernhof und das Dorf sind dabei weit mehr als nur Kulisse. Sie bilden ein Geflecht aus Gerüchen, Geräuschen, Routinen und Spannungen, das den Leser umschließt. Inmitten von Arbeit, Blicken und kleinen Begegnungen wächst eine emotionale Intensität, die sich still entfaltet und nachhaltig wirkt.

Schließlich führt Mischas Weg ihn fort vom Dorf nach Köln. Dort begegnet er einer ganzen Vielfalt menschlicher Charaktere und findet auch seine Liebe. Gerade darin liegt eine wichtige Botschaft des Romans: gleichgeschlechtliche Liebe ist nichts Verpöntes, sondern etwas Natürliches, Echtes und zutiefst Menschliches. Mischa erkennt, dass er so, wie er ist, genug ist.

Dieses Buch erzählt keine einfache Liebesgeschichte. Es erzählt vom Mut, sich selbst zu begegnen – von der Zerbrechlichkeit des eigenen Ichs und von der leisen, unaufhaltsamen Kraft, es dennoch zu befreien. Ein stilles, ehrliches und zutiefst menschliches Werk. Sehr gern empfehle ich dieses Buch der Leserschaft weiter, es berührt sehr und erweitert den zwischenmenschlich-.sozialen Blickwinkel.

 Heidelinde Penndorf

(Mai 2026)

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