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Herings-Hypnose: Ein Fall für Moewe & Fish (Nr.4) Empfehlung

Mit HeringsHypnose habe ich einen Küstenkrimi gelesen, der mich von der ersten Seite an mit seiner skurrilen Mischung aus Humor, Spannung und leichter Absurdität gepackt hat. Heringsdorf wird hier nicht einfach nur als idyllische Ostseekulisse gezeigt, sondern als Bühne für einen Fall, in dem Wellness, Wahn und Wahrheit auf höchst vergnügliche Weise aufeinandertreffen.

Besonders gefallen hat mir der originelle Einstieg in die Geschichte. Schon früh wird klar, dass dieser Roman sich nicht mit gewohnten Krimipfaden begnügt, sondern mit einer ordentlichen Portion Ironie und Fantasie arbeitet. Der Hypnose-Guru Dr. Magnus Bernstein, der tote Teilnehmer und das merkwürdige Hering-Ritual sorgen für ein Geschehen, das ebenso schräg wie spannend ist. Gerade diese Mischung macht für mich den Reiz des Buches aus.

Sehr überzeugend fand ich auch das Ermittlerduo. Mowe und Fish ergänzen sich wunderbar: Er eher nüchtern, stoisch und mit trockenem Humor, sie lebendig, impulsiv und voller Energie. Zusammen tragen sie die Handlung mit einer Dynamik, die mir beim Lesen viel Freude bereitet hat. Auch die Nebenfiguren sind liebevoll überzeichnet und tragen dazu bei, dass der Roman so lebendig und eigenwillig wirkt.

Die Sprache des Buches ist flott, bildreich und oft sehr humorvoll. Besonders mochte ich, wie die Ostseekulisse nicht verklärt, sondern mit all ihren schrägen und komischen Seiten eingefangen wird. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die gleichzeitig leichtfüßig und eigenständig ist. Für mich ist das genau die Art von Krimi, die nicht nur einen Fall erzählt, sondern auch mit Figuren und Sprache spielt.

Wenn ich etwas anmerken möchte, dann vielleicht, dass die Fülle an Figuren und Einfällen stellenweise fast ein wenig überbordet. Doch selbst das empfinde ich hier eher als Teil des Charmes. HeringsHypnose will nicht brav und ordentlich sein, sondern bunt, laut, originell und mit spürbarer Lust am Erzählen.

Für mich ist das ein unterhaltsamer, ungewöhnlicher und sehr sympathischer Küstenkrimi, der sich angenehm vom Gewohnten abhebt. Wer Freude an skurrilen Figuren, norddeutschem Flair und einer guten Portion Humor hat, wird an diesem Buch sicherlich Gefallen finden.  Gern empfehle ich diese Küstenkrimi weiter.

Heidelinde Penndorf

(März 2026)

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