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Arena des Satans: Die Edelhure - Erotischer Kurz-Thriller - Sidney Rose Empfehlung

Der Roman ist bemerkenswert gut! Die Thematik: sensibel. Die Umsetzung: provokant, ernst und sehr intensiv.

Die Handlung wird durchzogen von hemmungslosen Sexszenen, grauenhafter Gewalt und den Hoffnungen einer starken, jungen Frau: Ninette Soubon. Mit siebzehn Jahren verwaist, wird das ungewöhnlich hübsche und musikalische Mädchen von Paris nach New York geschickt zu ihrer einzig noch lebenden Verwandten. Doch diese setzt Ninette aus in der ›Arena des Satans‹: dem größten Prostituiertenviertel Manhattans, genannt TENDERLOIN.


Unterdrückung, Gewalt, Schutzgelderpressungen, Auftragsmorde und korrumpierte Polizisten sind an der Tagesordnung, beherrscht von einem erbarmungslosen politischen System – TAMMANY HALL. Das Leben als Prostituierte bedeutet viel Arbeit für wenig Geld. Wer nicht das ›Glück‹ hat, sich als ›Edelhure‹ zu verkaufen, muss seine Dienste bis zu 150 Männern pro Woche anbieten und das für jeweils lumpige sechs Dollar. Schwer verdientes Geld, von dem die Frauen an ihren Zuhälter mindestens die Hälfte abgeben müssen, weil er für sie ›s o r g t‹. Reich wird man davon nicht, doch man bekommt tiefe Narben auf der Seele.

Ninette wird von einem korrupten Cop derart zusammengeschlagen, dass sie beinahe die Schönheit ihres Gesichts einbüßt. Fortan muss sie ihre Wundmale sorgfältig mit Puder und Schminke überdecken, um weiter als Edelhure arbeiten zu können.

Ihr ›Revier‹ ist die METROPOLITAN OPERA und so nimmt es nicht Wunder, dass die Musik, insbesondere die Richard Wagners, die Handlung wie ein roter Faden durchzieht – sehr gewagt vom Autor, jedoch hervorragend gelungen. Melodramatisch muten die Szenen an, als ein Wahnsinniger die Hauptprotagonistin mit ihrer liebsten Kollegin entführt und beide auf perfide Weise missbraucht, um schließlich mit ihnen einen ›Liebestod‹ in Anlehnung an die Oper »Tristan und Isolde« zu inszenieren, was die filmische Vorlage zu einem Schocker liefern könnte.

Im letzten Drittel des Buchs ist ein Touch von Feminismus zu spüren. Ninette muss erst durch die Hölle gehen, bevor sie sich selbst wert findet, so wie sie ist – mit inneren und äußeren Narben, traumatisiert, benutzt und der ersten grauen Strähne im Haar.

Eine männliche Zufallsbegegnung erkennt, welch liebenswerte Frau in ihrer Seele steckt und schenkt ihr eine Cherokee-Rose – die Rose der Hoffnung. Ob Ninette ihr ganz persönliches Glück finden und wieder hoffen kann?

Das Cover ergänzt in hervorragender Weise die Handlung. Die beachtenswerte, sehr ernste Thematik aus dem Jahre 1904 ist heute genauso aktuell wie damals.


Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!

Autorenporträt

Cherokee-Rose

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