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Fasten auf Italienisch - Olivier Baroux

Schon der Einstieg in die Handlung ist spitzenmäßig. Die Zuschauer lernen den Filmhelden kennen, wie er einem ziemlich unentschlossenen Kunden auf höchst ungewöhnliche Art überzeugt, endlich einen Masarati zu kaufen. Dino Fabrizzi, der beste Autoverkäufer in einem Maserati – Autohaus in Nizza, ist wegen seines italienischen Charmes überall sehr beliebt.

Er verdient gut, lebt in einer luxuriösen Wohnung in Nizza und hat mit Hèlène eine sehr selbstbewusste und attraktive Freundin gefunden. Sein Leben ist einfach perfekt, fast perfekt!  

Als Dinos Chef seinen Rücktritt bekannt gibt und Dino und seinem Kollegen mitteilt, dass beide als Nachfolger in Frage kommen und eine Bewährungszeit für die Auswahl anberaumt, beginnen Dinos Probleme. Denn unser Filmheld heißt eigentlich Mourad Ben Saoud, ist in Wirklichkeit  Sohn algerisch stämmiger Einwanderer, die in Marseille leben und nichts von seinem Doppelleben wissen.

Ihnen wiederum hat er erzählt, dass er in einer geschäftsführenden Position in Rom arbeitet. Nur seine Schwester und seine engsten Freunde wissen um sein errichtetes Kartenhaus. Ihnen fällt es zunehmend schwerer Dino zu decken.

Bei einem Familienessen in Marseille bekommt  Dinos Vater einen Herzinfarkt. Die Szenen im Krankenhaus sind sehr sensibel, reizen aber auch wegen ihrer Situationskomik, passiert noch sehr oft in diesem Film,  zum Lachen.

Der Vater bittet Dino alias Mourad darum, an seiner Stelle den Ramadan zu begehen und der Sohn sagt zu. Und damit beginnen seine Probleme erst richtig. Denn Enthaltsamkeit in jeder Beziehung, passt eigentlich nicht zu seinem Lebensstil. Auch Hèlène gegenüber muss unser Filmheld während des Ramadan enthaltsam sein. Das ist schwierig, sie fühlt sich nicht mehr geliebt und begehrt und zieht sich zurück. Doch Dino alias Mourad hält immer noch sein Lügengespinst aufrecht. Das verschärft natürlich noch seine Probleme, denn auch sein geschäftlicher Terminplan muss auf die Ramadan-Regeln umgestellt werden.

Eines Tages fällt das Kartenhaus zusammen und der Schwindel fliegt auf. Er wird  von seinem Kollegen und Konkurrenten um den Chefsessel, beim Morgengebet erwischt.

Nun bleibt ihm nur die Flucht nach vorn. Er stellt sich seiner wahren Identität. Sein Leben macht Kopfstand, er verliert Arbeit, Wohnung, sein Konto wird gesperrt und Hélène beendet enttäuscht die Beziehung, weil  sie  von Mourad belogen getäuscht und belogen wurde.

Persönlich treibt der Filmheld sein Schicksal auf die Spitze, wird in sein Heimatland ausgewiesen, direkt ins Gefängnis und widmet sich dort ernsthaft den Ritualen des Ramadan.

Sein Vater holt ihn dann aus dem Gefängnis, die Familie hilft ihm aus dieser sehr intensiven persönlichen Krise und auch Hèlène ist zur Versöhnung bereit und es wird geheiratet.

Der Film beleuchtet den ernsten und schwierigen Hintergrund der Integration und gibt einen nachdenklich kleinen Einblick in die soziale Wirklichkeit der tagtäglichen Probleme der Integration. Eine nachdenklich sanfte charmante Komödie, für ein anspruchsvolles Publikum.

Kad Merad in der Hauptrolle ist  erstklassige Besetzung! 

Heidelinde Penndorf

Hier der Trailer zum Film 

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