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Der Duft der Frauen

Ich bekam den Film »Der Duft der Frauen«  Weihnachten 2011 als DVD von einem lieben Freund geschenkt. Ein sensibler wunderbarer Film und dazu noch mit Al Pacino in der Hauptrolle!

zum Inhalt

Der mittellose introvertierte und lebensunerfahrene Student Charlie Simms wurde unfreiwillig Zeuge eines gepfefferten Streichs auf Kosten des Schuldirektors  Mr. Trask. Nun wird Charlie vom Schuldirektor. mit der noch ausstehenden College- Empfehlung vom Direktor unter Druck gesetzt, um zu sagen, wer die Übeltäter waren. Er bekommt eine Frist über »Thanksgiving«. Doch zum Nachdenken wird er keine Zeit haben. Denn er ist auf  Nebenjobs angewiesen und hat für die Feiertage  einen ergattert. Er wird  den  blinden Ex-Colonel  Frank Slade betreuen, dessen Familie für diese Zeit einen Kurzurlaub geplant hat. Frank Slade will allerdings Thanksgiving nicht zu Hause verbringen und  ehe sich Charlie versieht, sitzen sie gemeinsam im Flugzeug nach New York.

Eine Reise in die Vergangenheit des Colonels beginnt.

Der verbitterte alte Mann will sich am Ende des luxuriösen Kurztrip das Leben nehmen. Doch Charlie ahnt davon nichts. Bevor er aber abtritt, will Frank Slade einige Erfahrungen an Charlie weitergeben.

Er soll lernen, wie man eine 45er Magnum abfeuert  und einen Ferrari fährt. Auch die Kunst, alle Sinne zu benutzen um eine Frau an ihrem eigenen ganz speziellen Duft zu erkennen, will er an Charlie weitergeben.

Charlie bekommt in New York eine Lektion in Sachen Luxusleben, sie nächtigen in den besten Hotels, speisen in den besten Gourmet - Restaurants und mieten einen Ferrari Testarossa.

Auf einsame Werksstraßen setzt sich der blinde Colonel selbst ans Steuer und  startet ein Rennen mit sich selbst. Pacino legt hier eine überzeugende Meisterleistung hin - man vergisst  den Schauspieler und sieht den blinden Colonel  mit der Luxuskarosse gekonnt durch die Straßen rasen.

Einfach faszinierend und beeindruckend!

Eine wahre Meisterleistung Pacinos ist der Tango mit einer wunderschönen Unbekannten. Die Kulisse eines Ballsaales verstärkt die Seelentiefe, Poesie, Erotik und die Romantik dieses Augenblicks, einfach himmlisch, bezaubernd und hinreißend anrührend.

Unterschwellig spürbar ist, dass sich die Reise in Frank Slads Vergangenheit, psychisch negativ zuspitzt und in einer tiefen Depression endet. Frank Slade ist tief verbittert, zynisch und empfindet seine Blindheit als Makel. Er denkt, sein Leben sei nicht mehr lebenswert. Am Ende der wundervollen Tage in News York sieht er als einzigen Ausweg nur noch den Selbstmord. Es gibt ein energie- und emotionsgeladenes Handgemenge und Charlie verhindert letztendlich den Selbstmord des Colonels.

Gerade in diesen Szenen merkt der Zuschauer, wie nahe sich die sehr unterschiedlichen Charaktere gekommen sind, dass einer um den anderen bangt, das sich Vertrauen entwickelt hat und ihre Freundschaft verletzbar ist.

Es geht zurück nach Hause.

Nun muss sich Charlie dem einberufenen Tribunal des Internats stellen. Er wird ziemlich in die Ecke gedrängt und als der eigentliche Schuldige dargestellt. Als sich die Lage drastisch zuspitzt, erscheint der Colonel in der Aula und hält einen sozial tiefgreifende Rede über die menschliche Würde und Werte der Gesellschaft. Charlie und der Colonel verlassen als gefeierte Sieger die Aula. Sie sind unzertrennliche Freunde für den Rest ihres Lebens

Der Film  hat viele magische Momente, worin sich der Zuschauer verlieren kann. Pacino lebt den blinden Colonel Frank Slade- er ist Frank Slade! Das hat Klassikcharakter.

Sehr empfehlenswert!

Heidelinde Penndorf

 

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